Fach in der mündlichen Steuerberaterprüfung
Körperschaftsteuer: Prüfungsfragen aus der mündlichen Prüfung
Hier findest du 77 Prüfungsfragen zu 39 Themen aus Körperschaftsteuer, zusammengetragen aus Gedächtnisprotokollen der mündlichen Steuerberaterprüfung. Rund 4 % aller protokollierten Fragen stammen aus diesem Fach.Oben stehen die Themen, die am häufigsten drankamen. Zu jeder Frage gibt es eine Lösungsskizze; in der Kommission beantwortest du sie laut und bekommst Note und Nachfrage.
Themen und Fragen nach Häufigkeit
§ 8b KStG: Dividenden, Veräußerungen, Streubesitz
- Welche Voraussetzungen und Rechtsfolgen haben § 8b Abs. 1 und Abs. 4 KStG?
- Fall: Ein Arzt investiert statt privat über eine GmbH in Aktien. Wie werden Dividenden, Kursgewinne und Kursverluste behandelt? Wie wirkt § 8b KStG bei Verlusten?
- Fall: Eine deutsche GmbH ist an einer chinesischen KapGes beteiligt und erhält eine Ausschüttung von 100.000 €, abzüglich 5 % Quellensteuer. Buchung und Behandlung bei KSt und GewSt?
Verdeckte Einlage: Begriff, Voraussetzungen, Folgen
- Was sind Einlagen und welche Arten gibt es? Wann liegt eine verdeckte Einlage vor?
- Welche Konsequenzen hat eine verdeckte Einlage bei Gesellschaft und Gesellschafter? Was bedeutet die materielle Korrespondenz?
- Fall: Ein 60-%-Gesellschafter verzichtet auf 75 % seines Darlehens gegenüber der GmbH. Liegt eine verdeckte Einlage vor?
§ 8c KStG: schädlicher Beteiligungserwerb und Mantelkauf
Verein: Steuerpflicht, Gemeinnützigkeit und Sphären
- Wo ist der Verein geregelt und ist er körperschaftsteuerpflichtig? Macht die Rechtsfähigkeit steuerlich einen Unterschied?
- Welche Steuerbefreiung gilt für gemeinnützige Vereine und welche Sphären sind zu unterscheiden?
- Fall: Ein Sportverein erhält Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zinsen und veranstaltet ein Jubiläumsfest mit Festschrift (10.000 €, davon 8.000 € Werbeanzeigen). Prüfen Sie die Steuerpflicht und ordnen Sie die Einnahmen zu.
Darlehen und Zinsen zwischen GmbH und Gesellschafter
- Ein Gesellschafter gewährt seiner GmbH ein zinsloses oder niedrig verzinstes Darlehen. Liegt eine verdeckte Einlage vor? Was gilt bei zu hohem Zins?
- Fall: Der Ehemann der Alleingesellschafterin gibt der GmbH ein Darlehen zu 15 % statt fremdüblich 3 %. Liegt eine vGA vor? Was ändert sich, wenn die Gesellschafterin selbst das Darlehen gibt?
- Fall: Die GmbH gewährt ihrem Gesellschafter ein zinsloses Darlehen, mit dem er ein vermietetes Mehrfamilienhaus finanziert. Folgen?
- Wie ist ein Verrechnungskonto des Gesellschafters bei der GmbH zu behandeln, und muss es verzinst werden?
vGA und verdeckte Einlage bei Nahestehenden (Dreieck)
- Fall: GmbH-1 zahlt an die Schwestergesellschaft GmbH-2 (A 52 %, zwei Kinder je 24 %) eine überhöhte Miete. Wie ist das zu beurteilen?
- Fall: Der Alleingesellschafter lässt die GmbH ohne Gegenleistung an seinen Vater zahlen; Mutter und Tochter-GmbH vereinbaren umsatzabhängige Kostenumlagen. Beurteilung?
- Fall: Der Onkel eines Gesellschafters verkauft der GmbH ein Grundstück für 200.000 € (gemeiner Wert 300.000 €). Auswirkungen bei Onkel und Gesellschafter?
KSt-Organschaft: Zweck und Voraussetzungen
vGA: Begriff, Tatbestand, Rechtsfolgen
- Definieren Sie die verdeckte Gewinnausschüttung und nennen Sie ihre Tatbestandsmerkmale.
- Warum gibt es bei Kapitalgesellschaften vGA und verdeckte Einlage? Grenzen Sie beide ab.
- Fall: Der Gesellschafter-Geschäftsführer nutzt eine von der GmbH erworbene Rolex privat. Folge? Was gilt zum Vorteilsausgleich?
Option zur Körperschaftsbesteuerung (§ 1a KStG)
vGA bei Miet- und Kaufverträgen mit Gesellschaftern
- Fall: Die GmbH mietet vom Gesellschafter einen Keller beziehungsweise zahlt ihm eine überhöhte Miete. Wie ist das zu beurteilen?
- Fall: Die 100-%-Tochter-GmbH mietet ein Gebäude von ihrer Mutter-GmbH für 7.500 €, angemessen sind 4.000 €. Liegt eine vGA vor und welche Rechtsfolgen hat sie?
- Fall: Die GmbH errichtet ein Gebäude auf einem vom Gesellschafter gemieteten Grundstück und verzichtet bei Mietende auf jede Entschädigung. Was liegt vor? Was gilt bei überhöhtem Kaufpreis?
Persönliche Steuerpflicht und KSt als Jahressteuer
- Wer ist unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig und wer ist Steuerschuldner?
- Prüfen Sie für eine Körperschaft mit Sitz und Geschäftsleitung im Inland Steuerpflicht, Bemessungsgrundlage und Ermittlungszeitraum.
- Fall: Eine GmbH hat ihren Sitz in Deutschland, der Gesellschafter-Geschäftsführer wohnt in den Niederlanden und leitet die GmbH von dort. Wie ist die GmbH steuerlich zu behandeln?
Einkommensermittlung und nicht abziehbare Aufwendungen
§ 8d KStG: fortführungsgebundener Verlustvortrag
Verlustvortrag und Mindestbesteuerung bei der KapG
Besteuerung offener und inkongruenter Gewinnausschüttungen
Verein: Einkünfte, Ausgabenzuordnung, Freibetrag § 24 KStG
- Fall: Ein nicht gemeinnütziger Verein vermietet (Einnahmen 5.000 €, Ausgaben 4.000 €) und erhält Darlehenszinsen. Welche Einkünfte liegen vor und fällt KSt an?
- Wie werden Zweckbetrieb und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb besteuert und welche Grenzen und Freibeträge gelten?
- Fall: Ein gemeinnütziger Verein überlässt Werbeflächen an einem Gebäude seiner Vermögensverwaltung an einen Werbeunternehmer. Bleibt es Vermögensverwaltung?
§ 8b KStG und Kapitalertragsteuerabzug
jPöR und Betriebe gewerblicher Art (§ 4 KStG)
Gesellschafter-GF: Gesamtausstattung und Fremdvergleich
Typisch und atypisch stille Beteiligung an einer GmbH
KSt-Tarif, Trennungsprinzip und Belastungsvergleich
Steuerliches Einlagekonto (§ 27 KStG)
Pensionszusage beim Anteilsverkauf: Abfindung oder Verzicht
- Fall: Der Gesellschafter-Geschäftsführer will seine GmbH verkaufen; in der Steuerbilanz ist eine Pensionsrückstellung von 400.000 € passiviert. Welche Folgen hat das für den Käufer und welche Lösungen gibt es?
- Der Gesellschafter-Geschäftsführer verzichtet gesellschaftlich veranlasst auf seine Pensionszusage (Teilwert des Anspruchs 600.000 €, § 6a-Wert 400.000 €). Folgen?
GAV: Wirksamwerden und vorzeitige Beendigung
Tantiemen an Gesellschafter-Geschäftsführer
Einlage und Übertragung von Wirtschaftsgütern auf die GmbH
- Fall: Der Alleingesellschafter legt ein vor fünf Jahren privat für 200.000 € erworbenes Grundstück (Wert 300.000 €) verdeckt in seine GmbH ein. Mit welchem Wert und wie wird gebucht?
- Fall: Ein Gesellschafter will eine 5-%-Beteiligung (AK 10.000 €, Wert 40.000 €) und einen privaten Pkw (AK 60.000 €, Wert 40.000 €) auf seine GmbH übertragen. Welche Möglichkeiten und Folgen gibt es?
Beschränkte Körperschaftsteuerpflicht
Private Pkw-Nutzung durch den Gesellschafter-Geschäftsführer
KSt-Satz sinkt ab 2028 schrittweise auf 10 %
Beginn der Steuerpflicht und Besteuerung der Gründungsphasen
Liquidationsbesteuerung (§ 11 KStG)
Verkauf an vermögensverwaltende PersG (Bruchteil)
Spendenabzug bei Körperschaften (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG)
Organschaft bei atypisch stiller Beteiligung
vGA bei Erwerb und Vermietung im Gesellschafterinteresse
Ausländische Sanktions- und Vergleichszahlungen
Mutter-Tochter- oder Schwesterstruktur
Entstrickung (§ 12 KStG)
Erwerb eigener Anteile: steuerliche Behandlung
Kurzvortragsthemen in Körperschaftsteuer
- Ertragsteuerliche Organschaft: Bedeutung, Voraussetzungen und Rechtsfolgen
- Option zur Körperschaftsbesteuerung nach § 1a KStG: Voraussetzungen, Wirkung, Folgen für den Gesellschafter und Würdigung
- Organschaftliche Mehr- und Minderabführungen: vom Ausgleichsposten zur Einlagenlösung
- Verdeckte Gewinnausschüttung: Auswirkungen bei Gesellschaft und Anteilseigner
- Körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Behandlung von Dividenden bei einer Kapitalgesellschaft als Empfängerin
- Verzicht des GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers auf seine Pensionszusage
- Angemessenheit der Vergütung des Gesellschafter-Geschäftsführers
- Ausländische Einkünfte in der Körperschaftsteuer
Weitere Fächer
- Abgabenordnung
- Einkommensteuer
- Umsatzsteuer
- Berufsrecht
- Bilanzsteuerrecht
- Zivilrecht (BGB, Erbrecht)
- Erbschaftsteuer und Bewertung
- Handels- und Gesellschaftsrecht
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- Aktuelles und Politik
- Umwandlungssteuerrecht
- Arbeits- und Sozialrecht
Die Kommission simuliert den Prüfungsausschuss der mündlichen Steuerberaterprüfung: Sechs Prüfer stellen nacheinander Fragen, fragen nach und geben am Ende eine Note. Die Prüfer sind eine KI, ihre Stimmen sind künstlich erzeugt.
Lösungsskizzen und Hinweise sind Lernhilfen nach Rechtsstand November 2026 und ersetzen nicht den Blick ins Gesetz. Verbindlich sind die Ladung und die Vorgaben deiner Kammer. Ein kostenloses Projekt von examio.